Trauer-Abschied-Neubeginn

Das Trauerforum Schweiz ist eine noch junge Organisation, die sich einem  alten Thema widmet:  STERBEN, TOD, TRAUER und NEUBEGINN , kurz Die Trauerphänomenologie in unserer Gesellschaft.

Die Trauerphänomenologie – anders ausgedrückt, wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Erscheinungsformen des Trauerns, so wie sie in unserer Gesellschaft gelebt werden.

 

Als gerontologische Fachfrau bin ich täglich mit den Themen Abschied-Trauer-Neubeginn konfrontiert. Wieviel Kraft in der Umwandlung von Trauer zu Neubeginn liegt erstaunt mich immer wieder und ist für mich Treibstoff meiner Tätigkeiten. Von diesem Treibstoff „Umwandlung“ möchte ich nun einige Gedanken wiedergeben.

 

Die Haiku sind von Ruth Kappeler aus Kilchberg, einer Bewohnerin im Altersheim verfasst und im Eigenverlag herausgegeben worden.

 

Die Blätter fallen

Mit dem stürmischen Herbstwind

Der Abschied fällt schwer

 

Zwischen den Tannen leuchtet

Das milde Licht des Mondes.

 

Dieses Haiku beschreibt auf wunderbare Art in wenigen Worten, was Abschied ist.

 

...gerne möchte ich mehr lesen

 

 

 

 

 

 


Was ist eigentlich Trauer?

Trauer ist eine spontane, natürliche, normale und selbstverständliche Reaktion unseres Körpers auf Verlust, Trennung und Abschiede.

 

Es sind Emotionen, durch die wir Abschied nehmen können.Die Trauerreaktion ist eine Fähigkeit, die uns angeboren ist.

 

Sie begleitet uns ein ganzes Leben lang, von der Geburt, bis zum Tod. Die erste schmerzliche Trennung geschieht bei der Entbindung. Das Neugeborene weint, schreit und protestiert. Es trauert über den Verlust des paradiesischen Aufenthalts im Bauch der Mutter.

 

Die letzte grosse Trennung ist der Abschied von der Welt, von den Menschen, die man lieb hat.

 

 

 

Theorie der Trauerverarbeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Trauer ist, wenn wir andere verloren haben

 

Melancholie ist, wenn wir uns selbst verloren haben

 

...zu diesem Thema eine Präsentation

 

 

 

 


Trauer

 

Trauer ist ein seelischer Vorgang, in dem ein Individuum einen Verlust mit
Hilfe eines wiederholten schmerzlichen Erinnerungsprozesses langsam zu
ertragen und durchzuarbeiten lernt, um danach zu einer Wiederaufnahme
lebendiger Beziehungen zu den Menschen und den Dingen fähig zu werden.

 

 

Alexander u. Margarete Mitscherlich: Unfähigkeit zu trauern