Was ist eigentlich Trauer?

Was ist eigentlich Trauer?

 

Die Trauer ist eine lebendige Reaktion, die wir bereits bei der Geburt erfahren.

 

Nach dem Verlassen des sicheren Mutterleibes und der Abtrennung von der Nabelschnur, die uns mit der Mutter sicher verbunden hat, geben wir mit einem Schrei lautstark unserer Trauer einen Ausdruck.

 

Wir weinen, schreien, protestieren, klagen, usw. Diese Fähigkeit bleibt uns bis zum Tode erhalten, nur werden wir in den Erziehung (Elternhaus, Religionen, Gesellschaftsnormen, etc.) mehrheitlich dazu angehalten, diesen Trauer-Ausdruck im „stillen Kämmerlein“ auszudrücken. Der Ausdruck von Trauer, der sich bei einem Kind zuerst in Wut wandelt, wird abgewürgt. Ein wütendes Kind erregt Aufsehen und hat das Ziel mit Wut auf seine Enttäuschung aufmerksam zu machen. Das Gefühl wird nicht zugelassen. Die Wut kann, darf oder sollte nicht zum Ausdruck kommen, das Kind muss diese Enttäuschung unterdrücken und speichert diese Erlebnisse als „unterdrückte Trauer“, Trauer die nicht wahrgenommen wurde und nicht vermittelt werden sollte.

 

Im kommunikationsfähigen Alter werden die Kinder auf die Sachlichkeit hingewiesen nicht in der Welt herumzuschreien sondern klar und verständlich auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Klar und verständlich wird gleichgesetzt mit „richte deine Aufmerksamkeit auf die Mitmenschen und stelle dich nicht in den Vordergrund“. Das Kind darf, soll und will auch nicht seinen „echten“ verletzten Gefühlen Ausdruck verleihen und projiziert die Enttäuschung auf ein anderes Erlebnis. Das Fazit dieser Flucht ist, die „echte“ Enttäuschung wird nicht wahrgenommen, vom Kind oder bereits Erwachsenen und kann deshalb auch nicht wahrlich zum Ausdruck gebracht werden. Wiederum speichert sich die unentdeckte Wut, die zur unterdrückten Trauer mutiert in Körper, Geist und Seele.

 

Die unterdrückte Trauer bleibt gespeichert und hinterlässt Wirkungen, die uns im Erwachsenenalter je nach Charakterprägung und Erziehung beeinflusst. Unterdrückte Trauer macht mit verschiedenen Ausdrucksweisen auf sich aufmerksam:

 

ADSL – hyperaktive, unkonzentrierte und aggressive Kinder      der Bombige

 

Sensible, zurückgezogene und weinerliche Kinder                       der Überflutete

 

Im Erwachsenenalter differenzieren wir noch weitere Trauerformen

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