Blick in die Ewigkeit

 

Buchrezension:

Ansata Verlag, ISBN 978-3-7787-7477-9

 

 

Dr. med. Eben Alexander

Blick in die Ewigkeit

Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, polarisiert. Zwei Lager verfechten ihre Ansichten, ganz speziell viele Verfechter der contra-Ansicht sind Mediziner – so auch Dr. med. Eben Alexander vor seiner Krankheit. „Wenn Ihr Gehirn nicht mehr da ist, sind auch Sie nicht mehr da“ lautete für ihn die sonnenklare Erklärung dafür, wenn jemand stirbt.  Für ihn als Neurochirurg war dies die plausible Erklärung für den Tod. Nahtoderlebnisse von Patienten stufte er als reine Fantasie ein.

Patienten, die Nahtoderfahrungen gemacht haben, erleben diese meist aufgrund eines kurzzeitigen Ausfalls der Gehirnfunktionen, wenn z.B. das Herz des Betroffenen für eine Weile stillsteht. In der Regel geschieht im Gehirn nicht zu viel Schaden, wenn der Durchfluss von sauerstoffreichem Blut durch Herz-Lungen-Reanimation oder Reaktivierung der Herzfunktion innerhalb von etwa vier Minuten wiederhergestellt wird.

Dr. Eben Alexander durchlebte eine sehr aggressive Hirnhautentzündung (e-coli-Meningitis), die ihn schlagartig sieben Tage ins Koma katapultierte. In seinem Fall wurde der Neokortex des Gehirns lahmgelegt – dadurch machte er Bekanntschaft mit einer Bewusstseinswelt, die völlig frei von den Beschränkungen des physischen Gehirns existiert.

Glasklar und überwältigend in den Wahrnehmungen flottierte er während dieser Zeit im Nahtodbereich. Er erlebte eine Tiefe, die vor ihm noch niemand erfahren hatte. Dr. Eben Alexander glaubt, dass ihm dies möglich war, weil er in diesem Jenseits absolut keine Wahrnehmung seiner Selbst auf Erden mehr hatte. Sein Leben hing buchstäblich am seidenen Faden. Die Ärzteschaft kämpfte mit allen Mitteln um sein Leben, ebenso seine Familie.  Zu jeder Zeit sass jemand an seinem Krankenbett und hielt seine Hand. Gebetskreise bildeten sich und beteten für ihn, ja sogar ein Medium wurde eingeschaltet. Und als ihn die Ärzteschaft schon nahezu aufgegeben hatte, war es sein jüngerer Sohn, der mit seiner verzweifelten Ansage an den Vater vielleicht den ultimativen Aufruf an ihn platzierte, sodass dieser die Reise zurück auf die Erde antrat.

Als praktizierender Neurochirurg  und Gehirnspezialist war er nach seinem  Aufwachen aus dem Koma und  Rehabilitationszeit  darum in der Lage, genau abschätzen zu können, welch Glück ihm beschieden war,  aus dem Koma erwacht zu sein und ohne Hirnschäden durch die e-coli-Meningitis gesund zu werden. Als er sich von seiner Krankheit erholt hatte, schrieb Alexander zuerst seine Geschichte nieder. Seine glasklaren Erinnerungen zeigten ihm, dass das universale Bewusstsein auch im Jenseits (weiter)existiert – einzig der Wortschatz hier auf Erden setzte seinen Erinnerungen Grenzen. Er studierte dann Berichte von Nahtoderfahrungen und setzte seine sehr tief gehenden Erlebnisse in Relation zu diesen. Auch trug er möglichst lückenlos die Geschehnisse jener Tage des Komas aus Sicht der Angehörigen, Ärztekollegen und Freunde zusammen. Schliesslich analysierte er seine Erfahrungen unter medizinisch wissenschaftlichen Kriterien; auch in Bezug auf mögliche Nebenwirkungen der Medikationen auf die gemachten Bewusstseinswahrnehmungen. So ist ein äusserst kritischer, gründlicher Bericht entstanden, der über die unwahrscheinlich lebhaften, tiefgehenden Wahrnehmungen und Begegnungen im Nahtodbereich berichtet. Dr. med. Eben Alexander sagt heute: Der Tod des Körpers und des Gehirns ist nicht das Ende des Bewusstseins. Er ist der lebende Beweis dafür, dass das Bewusstsein mit dem Ende des Erdenlebens nicht einfach aufhört, zu existieren.       

 

Barbara Moll

 

 

 

 


Jolante sucht Grisula

 

„Die Geschichte einer unendlichen Freundschaft“ von Sebastian Loth

 

Die Gans Jolante und die Schildkröte Crisula sind unzertrennlich. Sie teilen ihre Träume und Gedanken miteinander, erleben viel Schönes zusammen - kurz: Sie verbindet eine "kugelrunde" Freundschaft. Bis eines Tages Crisula einfach verschwindet. Die anderen Gänse sagen, es sei die Zeit gekommen für Crisula zu gehen. Aber was bedeutet das? Jolante versteht nicht, wie ihre Freundin sie so verlassen konnte, und macht sich auf die Suche nach ihr. Die Suche bleibt erfolglos, aber am Ende steht die tiefe Einsicht der Gans: Sie kann Crisula nicht folgen, aber ihr trotzdem nah sein, wenn sie will – „und immer wirst du ein Teil sein von mir“.

Ein tröstliches Buch über den Tod und den Verlust - leicht wie eine Feder.

In einfühlsamen, einfachen Bildern erzählt Sebastian Loth von Freundschaft, Verlust und dem, was bleibt im Leben.

 

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Dieses Buch eignet sich für Kinder jeden Alters. Ich empfinde es als eine kleine Kostbarkeit auch für Erwachsene.

Irène Neuhaus

 

 

 

 

 


Sarah und die Blätter

 

Eingebettet in den Lebenslauf eines Eichenblattes erfährt die kleine Sarah, die um ihre Großmutter trauert, wie der Tod den Weg in ein neues Leben weist.

Autorin: Monika Natzke

 

Ein Blatt im Wind.

Schau hin, mein Kind.

 

Ein buntes Blatt es zittert leise,

wartet auf die Winterreise.

 

Ganz leicht.

Es schwebt zur Erde und vergeht.

 

Gibt dem Boden Kraft,

der, wieder neues Leben schafft.

Ilse Jung

 

 

Sarah die traurig unter einem Eichenbaum sitzt, hört plötzlich, wie sich die Blätter im Rauschen des Windes, über den Sinn ihres Sterbens unterhalten.

Nach dieser Unterhaltung sitzt Sarah noch lange ganz still und in Gedanken versunken da und fragt sich, ob es wohl mit den Menschen ähnlich sei.

 

Ein Buch, dass die Erklärung über den Tod und seinen möglichen Sinn, in der Natur findet.

 

Dieses Buch eignet sich besonders für Vorschul- und Grundschulkinder.  

 

Irène Neuhaus

Lebens-und Trauerbegleiterin

 

 

 

 

 

 


17 Jahre wir

Martin Kreuels, ISBN: 978-3-8423-8282-4

 

Abschrift aus dem Vorwort von Martin Kreuels

…Ich habe versucht, Platz zu schaffen in meinem Kopf, um neue Gedanken zuzulassen. Jetzt habe ich Angst, dass mein Kopf leer sein wird, wenn ich ein Buch geschrieben haben werde. Werde ich dann alles vergessen? Womit wird sich mein Kopf füllen? Ich weiss es nicht. Gleichzeitig ist aber auch eine grosse Neugierde dabei, was wohl kommen wird. Irgendwie bin ich verbunden mit dieser Frau, die mich 17 Jahre begleitet hat. Ich weiss nicht ob es Schuldgefühle sind, wenn ich an neue Dinge denke, die ich nicht mehr mit ihr teilen werde. Von denen ich ihr nicht erzählen werde, weil sie nicht mehr da ist.

 

 

Männer schreiben nicht von Gefühlen, sie sind hart und denken

logisch' - Martin Kreuels hat nach dem Tod seiner Frau Heike,

diese Erfahrung gemacht. Aus seiner eigenen

Trauerverarbeitung ist dieses Buch entstanden, in dem er die

gemeinsame Lebensgeschichte aufarbeitet. Er analysiert das

gewesene Sein und die Veränderung des Lebens und wie er es

hautnah erlebt hat. Feinfühlig flicht er Tagebuch-Stellen von

Heike ein, und beleuchtet so ihre Perspektive.

Martin Kreuels schreibt ehrlich seine Gedanken und

Erfahrungen nieder, die ihn auf seinem Weg begleiten und wie

er versucht, wieder im Leben Fuss zu fassen und seinen vier

Kindern einen Weg zu zeigen.

Stimmige Fotos unterstreichen den Text und zeigen sein

Werkzeug der Trauerverarbeitung auf und wie er die Kunst nutzt,

um ins Leben zurückzukehren.

Ursula Kohler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ueber den grossen Fluss

 

„Über den grossen Fluss“
von Armin Beuscher und Cornelia Haas
Verlag Sauerländer Düsseldorf
ISBN 978-3-7941-5262-9

 

 

 

 

 

Ist ein Bilderbuch das sich für Kleinkinder ebenso wie für schulpflichtige Kinder eignet.

Mich als Erwachsene hat es beiderlei, berührt wie getröstet.

Man sieht die Hauptfiguren eingebettet in eine Umgebung in der man sich nicht in

Hintergrund-Details verlieren kann.

So auch der Text, schon auf der ersten Seite erklärt der Hase dem Waschbären, dass er sich auf eine Reise begeben wird. Der Waschbär darf den Hasen bis an den grossen Fluss begleiten, über den Fluss muss jedoch jeder alleine gehen.

Als der Waschbär alleine zurück zu seinen und den Freunden des Hasen kommt, fragen sie ihn, ob der Hase denn nun gestorben sei, was der Waschbär traurig bejaht.

 

Es wird also nicht an einer Metapher festgehalten ohne jemals das Kind beim Namen zu nennen, was ich als sehr wichtig erachte.

Dieses Buch wirkt trotz der Traurigkeit die aufkommt sehr beruhigend.

Sterben und Tod werden durch den Text sowie die Gestaltung auf klare, einfache und verständliche Weise dargestellt.

Es endet mit dem Austausch der gemeinsamen Erinnerungen an den Hasen, welche auf alle sehr tröstend und ermutigend wirkt.

 

Irène Neuhaus

 

 

 


Franz-Josef und Adelgunda ... das Leben neben dem Friedhof: Mit Kindern über Kremation sprechen

Kinderbuch von Caroline Walker Miano

Mit Kindern über Kremation sprechen
Erschienen beim novum Verlag

ISBN 978385022952-4          

 Preis SFr 42,00      Geeignet ab 6 Jahren

 

 

Eine mit sehr viel Wärme und einer Priese Sachlichkeit erzählte Geschichte über Gehen und Vergehen. Nach dem der Maulwurf Franz-Josef nicht einschlafen konnte, begann er sich mit den Fragen des Lebens zu befassen. Gemeinsam mit der Friedhofs - Katze Adelgunda sinierte er über das Leben und Sterben. Das zentrale Thema der beiden ist die Feuerbestattung. Franz- Josef ist bei dem ersten Kontakt mit dem Gedanken und der Möglichkeit einer Kremation erst einmal schockiert, doch seine sanftmütige Freundin Adelgunda weißt ihn in die Geheimnisse des Todes ein. Die kluge Katze erklärt auch, dass die Verbrennung einen logistischen Vorteil hat, weil die zu Grabe getragenen Körper nicht so lange im Boden liegen müssen bis diese ihren Ur- bzw. End-Zustand erreicht haben. So erklärt die kluge Katze, dass es in anderen Kulturen Sitte und Brauch ist die Leichen dem Feuer zu übergeben damit die Seele wieder frei wird. Verantwortlich ist der Gott des Feuers Agni, der neben Vishnu, Brahma und Saraswati zu den Obergottheiten zählt, neben über 33 Millionen anderer und Unter-Götter. Das Buch beschreibt für die kleinen Leser sehr aufschlussreich und verständlich die Vorgänge der Kremation, die Kultur des Hinduismus und deren Brauch der Leichenverbrennung, vernachlässigt aber leider die europäischen Frühkulturen. Alles im allem würde ich zum Warmmachen meinen 3 Kindern dieses Buch zumuten.

Dr. Peter Küsters